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12h-Übung der GJF Vilseck

Veröffentlicht am 14.09.2019

Titelbild 12h-Übung der GJF Vilseck

Es ist Samstag, der 14. September 2019. Pünktlich um 8 Uhr trafen sich die Jugendlichen der Gemeindejugendfeuerwehr Vilseck im Jugendraum der Feuerwehr Vilseck, wo sie von stv. Gemeindejugendfeuerwehrwart Florian Trummer zur diesjährigen 12h- Übung begrüßt wurden.

Nach Klärung von Organisatorischem , folgte die Einteilung der Jugendlichen auf die Fahrzeuge. Nachdem der Schwerpunkt der Wissenstestabnahme in diesem Herbst auf dem Thema „Erste- Hilfe“ liegt, wurde der erste Unterricht durch die Feuerwehr Schlicht diesem Thema gewidmet. Neben einer theoretischen Wiederholung, wurde der Schwerpunkt hier auf die praktische Durchführung gelegt und verschiedene Techniken geübt. Während noch fleißig gegenseitig Verbände angelegt wurden, ertönte gegen 10.00 Uhr der Alarmgong: „Person in Waldgebiet unter Baum eingeklemmt - Näheres unklar

Rasch waren die Jugendlichen in vollständiger persönlicher Schutzausrüstung auf den Fahrzeugen und bereit für den ersten Einsatz. Bei der Erkundung durch den Gruppenführer stellte sich heraus, dass eine Person bei Waldarbeiten unter einem massivem Baumstamm eingeklemmt worden war und mit Hilfe von technischem Gerät aus dieser Lage befreit werden musste. Hebekissen und Unterbaumaterial sorgten für ein sukzessives Anheben der Last und einer konsequenten Sicherung mit Unterbaumaterial, sodass die Person nach ca. 30 Minuten gerettet und an dem Rettungsdienst übergeben werden konnte. In einer abschließenden Übungsnachbesprechung wurden die Schritte noch einmal analysiert und erklärt. Selten gibt es nur einen Weg, um eine Maßnahme durchzuführen, weswegen Alternativen nicht nur besprochen, sondern unmittelbar danach ausprobiert wurden.

Wieder im Gerätehaus angekommen, stand die Reinigung der benutzten Geräte auf dem Programm, ehe die Mannschaft zum Mittagessen gerufen wurde.

Unklare Rauchentwicklung, sichtbare Flammen!“, ertönte die Meldung aus dem Hausgong nach einer kurzen Mittagspause. Bereits auf der Anfahrt konnte die große Rauchsäule gesehen werden. Nach der Erkundung stellte sich heraus, dass ein Sperrholzsammelplatz aus bisher unklarer Ursache Feuer gefangen hatte. Rasch wurde durch die Besatzung des Löschfahrzeug ein Löschaufbau aufgebaut und mit einem C- Rohr die Umgebung gelöscht. Ein fehlender Hydrant erschwerte kurzzeitig die Löscharbeiten, wobei die Problembehebung schnell erfolgte. Aus einem Faltbehälter wurde mittels der Tragkraftspritze der Feuerwehr Gressenwöhr angesaugt und die wasserführenden Fahrzeuge lieferten im Pendelverkehr Wasser für den Faltbehälter. Mit einem zweiten C- Rohr konnte der Brand parallel bekämpft und die umliegenden Sträucher vor einem Übergreifen geschützt werden. Erneut wurden nach der Rückkehr die eingesetzten Geräte gereinigt, die Schläuche zum Waschen gegeben, gegen frische getauscht und der Faltbehälter zum Trocknen aufgehängt. Im Anschluss gab es für alle Teilnehmer Kaffee und Kuchen und Zeit zur freien Verfügung für die Jugendlichen.

Die Möglichkeit, einmal einen Rettungswagen und dessen Gerätschaften von innen sehen zu können und diese erklärt zu bekommen, nahmen die Jugendlichen gerne in Anspruch. Durch Josef Trummer und Niklas Obermeier erhielten sie einen groben Überblick über das mitgeführte Material und deren Verwendungszweck. Kurz nach der Bestellung des Abendessens sollte der Alarmgong ein weiteres Mal ertönen. Eine Person war im Burghof der Burg Dagestein in einen Schacht gefallen und konnte sich eigenständig nicht aus der misslichen Lage befreien. Um den Übungseffekt des Tages nicht außer acht zu lassen, wurde aus diesem Einsatz eine Gruppenübung. Gemeinsam sollten sich die Jugendlichen ihren Plan zurechtlegen, wie die Person aus dem Schacht gerettet werden könnte und welche Materialien dazu genutzt werden könnten. Nachdem die Jugendlichen die bereitgelegten Materialien den Ausbildern geschildert hatten, wurde zusammen ein Leiterbock errichtet und mit Hilfe der Materialien der Absturzsicherung die Person aus dem Schacht gerettet.

Bei Pizza und Limo konnte noch einmal das Vorgehen besprochen und bereits erste Wünsche für folgende Übungstage ausgesprochen werden. Die Teilnehmer zeigten sich erfreut über den abwechslungsreichen und vor allem lehrreichen Tag, den es leider nicht monatlich gibt. Stv. Gemeindejugendfeuerwehrwart Florian Trummer dankte allen Ausbildern, Jugendwarten für die Zeit und die Bereitschaft, diesen Tag auf die Beine zu stellen. Kaum war der letzte Bissen gegessen, wurden die Fahrzeugbesatzungen zu einer Türöffnung nach Gressenwöhr alarmiert. Vor Ort wurde eine verschlossene Türe mit Hilfe von Türöffnungsmaterialien eröffnet und die schrittweise Vorgehensweise erklärt. Um den 12h-Tag abzuschließen, wurde bei einem „Folgeeinsatz“ die Brandstelle noch einmal mit der Wärmebildkamera kontrolliert und aufflammende Glutnester abgelöscht.


Autor

Profilbild Niklas Obermeier

Niklas Obermeier

LM, Gemeindejugendwart

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