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24h-Übung 2026

Veröffentlicht am 27.09.2026

Titelbild 24h-Übung 2026

Nach langer Planung und intensiver Vorbereitung war es am Wochenende vom 12. auf den 13. September 2026 endlich wieder so weit: Die Gemeindejugendfeuerwehr Vilseck startete ihre traditionelle 24-Stunden-Übung. Seit der Gründung der Gemeindejugendfeuerwehr findet die 24-Stunden-Übungen jährlich in verschiedenen Ausprägungen statt. Auch im Jubiläumsjahr 2026 warteten auf die 41 teilnehmenden Jugendlichen zahlreiche realitätsnahe Einsatzszenarien, theoretische Unterrichtseinheiten und natürlich auch die eine oder andere Überraschung.

Pünktlich um 08:00 Uhr begrüßten Gemeindejugendwart Niklas Obermeier und sein Stellvertreter Tobias Tuchbreiter die Jugendlichen sowie die anwesenden Jugendwarte, Ausbilder und Helfer. Erster Bürgermeister Thorsten Grädler und MdL Bernd Heinisch bedankten sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und wünschten den Jugendlichen ein spannendes und erlebnisreiches Wochenende. Anschließend wurde mit Spannung der Einteilungsplan bekannt gegeben.

Wie bereits letztes 2025 wurden auch dieses Jahr zwei Wachen eingesetzt, so dass die Feuerwehrhäuser in Schlicht und Vilseck zur temporären Heimat wurden. Nahezu alle Feuerwehr-Fahrzeuge der Großgemeinde waren während der 24 Stunden in die Übung eingebunden. Nach der Wach- und Fahrzeugübernahme sowie einem ausführlichen Fahrzeug- und Gerätecheck gemeinsam mit den Maschinisten dauerte es nicht lange bis zum ersten Alarm.

Die Wache Vilseck wurde zu einem Verkehrsunfall alarmiert: Auf einem Parkplatz war ein PKW mit einem Betonpfeiler kollidiert, wobei eine Person im Fahrzeug eingeschlossen war. Gemeinsam mit den Ausbildern bauten die Jugendlichen eine strukturierte Geräteablage auf und besprachen das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall. Anschließend konnten die einzelnen Maßnahmen praktisch ausprobiert werden.

Währenddessen wurde die Wache Schlicht zu einem Flächenbrand alarmiert. Hier galt es, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern und die Grundlagen der Vegetationsbrandbekämpfung zu wiederholen. Nach den ersten Einsätzen blieb kurz Zeit zum Durchatmen, bevor kurz vor dem Mittagessen gleich zwei Tierrettungen im Stadtgebiet Vilseck für erneute Alarmierungen sorgten. Beide Tiere konnten erfolgreich gerettet werden.

Anschließend trafen sich die Mannschaften zum gemeinsamen Mittagessen im Feuerwehrgerätehaus Vilseck. Traditionell wurden die Jugendlichen auch in diesem Jahr wieder von Stefan und Johanna Schertl bestens versorgt.

Nach der Mittagspause wurden mehrere Fahrzeuge aus beiden Wachen erneut zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Ein morscher Baum war umgestürzt und auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug gefallen. Der Fahrer war im PKW eingeschlossen. Auch hier lag der Schwerpunkt auf einem strukturierten Vorgehen, der Kommunikation innerhalb der Mannschaft und der anschließenden praktischen Umsetzung. Gemeinsam wurde die eingeschlossene Person erfolgreich aus dem Fahrzeug gerettet. Nahezu zeitgleich wurden die übrigen Fahrzeuge zu einer Personensuche nach Ebersbach alarmiert. Da anfangs nur wenige Anhaltspunkte bekannt waren, mussten zunächst weitere Informationen eingeholt werden, bevor die Suche im Wald beginnen konnte. Dank guter Kommunikation und einer starken Teamleistung konnte die vermisste Person schließlich schnell gefunden werden.

Im Anschluss stand für die Wachmannschaft Vilseck ein theoretischer Vertiefungsunterricht zum Thema „Verkehrsunfälle“ auf dem Programm. Die Mannschaft aus Schlicht wurde währenddessen erneut zu einer Personensuche in einem Steinbruch alarmiert.

Gegen 16:30 Uhr stand der Wach- und Fahrzeugwechsel an. Die Jugendlichen wechselten teilweise die Fahrzeuge und auch die Wachen und führten in der Folge einen Material-Check "ihrer" Fahrzeug durch.

Beim gemeinsamen Abendessen gegen 18 Uhr wurde bereits eifrig über die bisher absolvierten Einsatz-Übungen gesprochen und natürlich darüber spekuliert, welche Einsätze der Abend wohl noch bereithalten würde.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Kaum waren die Teller abgeräumt und die Wachmannschaft Schlicht auf dem Weg zurück zu ihrer Wache, erfolgte ein paralleler Alarm für die Einheiten.

Ein Teil der Mannschaft wurde zu einem Waldunfall entsendet, während die übrigen Kräfte zu einer erneuten Personensuche ausrückten.

Beim Waldunfall war eine Person unter einem Baum eingeklemmt. Gemeinsam wurde besprochen, welche Maßnahmen für eine schnelle und sichere Rettung erforderlich sind. Der Einsatz von Hebekissen sowie die notwendige Stabilisierung des Baumstammes wurden von den Jugendlichen schnell erkannt und unter Anleitung umgesetzt.

Kaum waren die Einsatzkräfte wieder zurück und einsatzbereit, folgte bereits der nächste Alarm: Die Wache Schlicht wurde zu einem PKW-Brand alarmiert.

Der Löschangriff wurde zügig aufgebaut und zunächst Wasser zur Kühlung des Fahrzeugs eingesetzt. Im weiteren Verlauf entschieden die Einsatzkräfte, zusätzlich Schaum als Löschmittel einzusetzen und das Fahrzeug damit abzudecken.

Nach einer kurzen Verschnaufpause in Vilseck ließ auch dort der nächste Alarm nicht lange auf sich warten. Ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer führte zu einem weiteren Brandeinsatz. Dabei konnten die Jugendlichen ihr Wissen in der Fahrzeugkunde und beim Aufbau eines Löschangriffs unter Beweis stellen. Kurze Zeit später erwartete auch die Wache Schlicht ein ähnliches Szenario zum Tagesabschluss.

Nach den ereignisreichen Stunden kehrte schließlich Ruhe auf beiden Wachen ein. Die Jugendlichen konnten sich von den zahlreichen Einsätzen erholen und etwas Schlaf erlangen.

Gegen 07:00 Uhr wurde die Wache Schlicht zu einer Rauchentwicklung in einer Wohnung alarmiert. Vor Ort fanden die Jugendlichen eine verrauchte Wohnung vor. Nach der Erkundung wurden entsprechende Belüftungsmaßnahmen durchgeführt. Fast zur gleichen Zeit löste die Brandmeldeanlage einer Vilsecker Firma aus. Glücklicherweise stellte sich der Alarm als Fehlalarm heraus, sodass keine weiteren Maßnahmen erforderlich waren.

Hinter den Jugendlichen lagen 24 abwechslungsreiche und spannende Stunden. Neben zahlreichen praktischen Übungen standen vor allem Teamarbeit, Kommunikation und das gemeinsame Lösen von Aufgaben im Mittelpunkt. Die Jugendlichen konnten dabei ihr bisher erlerntes Wissen anwenden, neue Erfahrungen sammeln und erleben, wie wichtig ein gutes Zusammenspiel innerhalb einer Feuerwehr ist.

Eine solche 24-Stunden-Übung ist nur durch die Unterstützung zahlreicher Helfer möglich. Daher gilt unser herzlicher Dank allen Jugendwarten, Ausbildern und Helfern, die bereits im Vorfeld viel Zeit in die Planung und Vorbereitung investiert und während der gesamten Übung für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Ein besonderer Dank geht an die BRK-Wasserwacht für die Übungsbegleitung mit dem KTW sowie an das Team des HvO Vilseck.

24 Stunden Feuerwehr - 24 Stunden Teamwork - 24 Stunden Jugendfeuerwehr.


Und was macht die 24h-Übung generell so besonders? Das erzählen drei unserer Jugendlichen für die Imagekampagne des LFV Bayern:

Bild 24h-Übung 2026
Bild 24h-Übung 2026
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Bilder: Lena Wiesnet, Kerstin Merkl


Autor

Profilbild Niklas Obermeier

Niklas Obermeier

BM, Gemeindejugendwart

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