Die Jugendfeuerwehren aus Freihung, Großschönbrunn, Seugast, Thansüß, Kaltenbrunn und der Gemeindejugendfeuerwehr Vilseck bekämpften im Rahmen einer gemeinsamen Übung am letzten Samstag im September in Freihung einen fiktiven Waldbrand.
Insgesamt 26 Jugendliche sowie nahezu ebenso viele Ausbilder und Helfer nahmen an der Übung teil. Zur Unterstützung war zudem ein Tanklöschfahrzeug der US-Lagerfeuerwehr Vilseck im Einsatz. Übungsleiter und Jugendwart Richard Pröm begrüßte die Teilnehmer vor Beginn im Feuerwehrgerätehaus in Freihung und wies sie kurz in das Übungsszenario ein. Anschließend wurden die eingesetzten Fahrzeuge zum Bereitstellungsraum auf einem Firmengelände oberhalb des angenommenen Einsatzgebietes beordert. Von dort rückten die Fahrzeuge nach und nach in das Waldstück vor. Die Jugendlichen nahmen den Löschangriff von zwei Seiten gegen die angenommene Brandfläche vor.

Gleichzeitig wurden zwei Faltbehälter aufgebaut und eine Schlauchleitung verlegt, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Im Pendelverkehr befüllten das Tanklöschfahrzeug der US-Lagerfeuerwehr Vilseck und der Versorgungs-LKW der Feuerwehr Vilseck den Faltbehälter der Feuerwehr Kaltenbrunn. Von dort wurde das Wasser über das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Freihung weiter zum Faltbehälter der Feuerwehr Schlicht und zum Tragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Thansüß geleitet.
Eine logistische Herausforderung, wie sie auch bei realen Waldbränden vorkommt. Im Wald kamen D-Schläuche, die kleinsten verfügbaren Feuerwehrschläuche zum Einsatz, die aufgrund ihres geringen Gewichts und der hohen Beweglichkeit besonders geeignet sind. Für die weiteren Löscharbeiten wurden die Jugendlichen in den Umgang mit den Waldbrandrucksäcken und den Feuerpatschen eingewiesen. Auch das Anlegen eines Wundstreifens mit den dafür vorgesehenen Gerätschaften wurde von den Ausbildern erklärt und anschließend praktisch umgesetzt.

Dabei wurde den Jugendlichen sofort deutlich, wie anstrengend und kräftezehrend dieses Vorgehen ist. Die Nachwuchskräfte sammelten bei der Übung zahlreiche realitätsnahe Erfahrungen und erhielten einen Einblick in die Besonderheiten und Herausforderungen der Vegetationsbrandbekämpfung. Gerade bei Wald- und Flächenbränden sind neben dem eigentlichen Löschangriff auch eine gute Logistik, die richtige Wahl der Einsatzmittel und die körperliche Belastung wichtige Faktoren.
Nach rund zwei Stunden wurde die Übung beendet. Bei einer kleinen Brotzeit wurden die gewonnenen Erkenntnisse besprochen und die Übung nachbereitet. Gemeinsame Übungen wie diese sind ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit. Sie vermitteln den Nachwuchskräften praktische Erfahrungen, fördern die Zusammenarbeit und bereiten sie frühzeitig auf die besonderen Anforderungen späterer Einsätze vor.






